Textil- und Rennsportmuseum
Hohenstein-Ernstthal


Der Sachsenring

Die 1927 als Badberg-Vierecks-Rennen gegründete Rennstrecke erfährt Ende der 1930er Jahre mit dem „Großen Preis von Europa“ internationale Anerkennung. Ab 1937 führt sie den Namen „Sachsenring“. Die ersten Nachkriegsrennen 1949 und 1950 erreichen mit 380.000 bzw. 480.000 Zuschauerrekorde. Zu den spannendsten Rennen zählen in den 50er Jahren die der Seitenwagengespanne. Autorennen werden seit 1949 ausgetragen. Die Zeit der Weltmeisterschaftsläufe von 1961 bis 1972 präsentiert Weltklasse-Fahrer und ihre Maschinen.

 

Danach schwindet das große internationale Flair. Der „Große Preis der DDR“ lässt nur noch Starter aus den sozialistischen Ländern zu. Drei tödlich verunglückte Fahrer 1990 bringen das Aus der 8,6 km langen Rennstrecke. Die Initiative des Automobil- und Motorradclubs Sachsenring e. V. im ADAC und die Eröffnung des Verkehrssicherheitszentrums 1995 auf einem neuen Kurs in unmittelbarer Nachbarschaft führen den Sachsenring seit 1998 wieder zurück in die Grand-Prix-Riege des Motorradrennsports.

 

30 Rennmaschinen ab 1924 bis heute dokumentieren die technische Entwicklung, darunter Namen wie Schüttoff, DKW, BMW, Scott, Norton, CZ, Yamaha, Suzuki und natürlich MZ in zahlreichen Variationen. Auch der berühmte DDR-Rennwagen „Melkus RS 1000“ ist zu sehen. Themen wie der „Kleine Sachsenring“ 1949 -1960, die Straßenrad-WM 1960 sowie das Leben der Besucher an der Strecke während des Ausnahmezustandes für die Stadt Hohenstein-Ernstthal werden anschaulich dargestellt. Die großen wir die kleinen Namen: Jimmie Guthrie, Ewald Kluge, Christa Böttcher, Helga Steudel, Giacomo Agostini, Heinz Melkus, Horst Fügner, Dieter Braun, Frank Wendler, Klaus Klötzer, Valentino Rossi, Steve Jenkner u. v. a. mehr werden mit Exponaten, Bildern und Geschichten vom Sachsenring wieder lebendig.